2011/05/31

Baiserkörbchen mit Rhabarbercreme


Derzeit leide ich - wie jedes Jahr um diese Zeit - an der „Oh Gott, so viel Rhabarber im Garten, und gekauft hast du auch noch 2 Kilo, was fängst du nur damit an?“-Krankheit, die sich 2011 besonders schlimm äußert. Wie wild durchforste ich Rezeptebücher und Foodblogs, um neue Koch-, Back- und Einmachvarianten zu finden und umzusetzen - und diese Variante hat sich als besonders schmackhaft erwiesen. Das Grundrezept stammt aus „Gesund schmeckt besser“ von Gordon Ramsay, das mir irgendwie sehr ans Herz gewachsen ist und das ich an dieser Stelle gerne weiter empfehlen möchte - gesunde, fett- und zuckerreduzierte Vor-, Haupt- und Nachspeisen, die mich bisher geschmacklich nie enttäuscht haben. So auch hier: Ich bin ja so oder so ein Fan von Baiser, aber die süß-saure Rhabarbercreme war bei den heißen Temperaturen gestern - immerhin 30°C - genau das richtige Dessert: Erfrischend leicht und so gesehen sogar diätgeeignet, weil sie vollkommen fettfrei sind und mit mildem Joghurt anstatt schwerer Crème fraîche zubereitet werden. Also, falls sich noch jemand bikinifit machen, aber dennoch schlemmen möchte: Bittesehr! 
Und wer keinen Rhabarber mehr sehen kann, der kann die Körbchen auch mit Erdbeer-Joghurt-Creme füllen oder sie einfach so essen. Habe ich natürlich schon erprobt, schmeckt auch lecker. 
Die Baiserkörbchen heißen im Original übrigens „-törtchen“, aber die „-körbchen“-Version trifft's irgendwie besser - und hört sich auch niedlicher an. ;-)


2011/05/29

Rustic Tortilla Soup


Dieses Rezept ist mir sofort aufgefallen, als ich letztes Jahr zum ersten Mal durch Jamie Olivers „Jamies Amerika“-Kochbuch blätterte. Heiße Gemüsesuppe mit krossen Tortilla-Chips und kalten Avocado-Würfeln? Ungewöhnlich, definitiv. Aber da ich für solche Experimente ja immer zu haben bin, habe ich direkt alle Zutaten besorgt, mich an den Herd gestellt und - wie immer mit leichten Abwandlungen - alles nachgekocht. Und das Ergebnis war.............. mittelmäßig. Ein netter Eintopf halt, irgendwie. Es hat mich nicht vom Hocker gehauen. Die cremige Avocado war eher ein optisches denn ein geschmackliches Highlight, und auch sonst war alles eher 08/15, wenn auch nicht ganz verkehrt. Ob das eher maue Geschmackserlebnis an meinen Abwandlungen lag? Das glaube ich ehrlich gesagt nicht. Aber gegenteilige Meinungen und anderweitige Nachkoch-Erfahrungen sind natürlich immer sehr erwünscht.

2011/05/23

Matcha-Sirup



Aus meiner Liebe zu Japan und zur japanischen Küche mache ich keinen Hehl. Als ich zum Geburtstag eine große Dose Matcha geschenkt bekam und kurz darauf zufällig im Kleinen Kuriositätenladen dieses Rezept fand, war binnen weniger Sekunden klar: Dat machsse sofort nach. 
Und für alle, die sich jetzt fragen, was das denn überhaupt sein soll: Matcha ist zu feinem Pulver vermahlener grüner Tee, der in der japanischen Teezeremonie verwendet wird. Wie so oft bei Tee gibt es auch hier verschiedene Qualitätsstufen, wer ihn aber nicht pur verwenden und den Tenno auf ein Glas Tee einladen möchte, ist mit einfachem Koch-Matcha mittlerer Qualität gut bedient. 
In Japan ist Matcha übrigens - wortwörtlich - in aller Munde und sehr beliebt. Cafés versorgen ihre Kunden mit Iced Matcha Latte in vielen Variationen, Patisserien verkaufen Matcha-Schokolade, Matcha-Pralinen, Matcha-Baumkuchen und ich habe einst sogar Matcha-KitKat im Supermarkt gekauft.
Ich kann nur jedem empfehlen, Matcha unbedingt einmal auszuprobieren. Der Geschmack ist toll - herb, süßlich, grasig, irgendwie ganz ungewöhnlich und unvergleichbar. 
Dieser Sirup ist vielleicht sogar ein ganz tolles Einsteiger-Rezept, er eignet sich zum Beispiel zur Aromatisierung von warmer oder kalter Milch, als Eis-Topping oder im Joghurt. 

2011/05/19

Chili sin carne


Ich bin wirklich verrückt nach Chili. Auch wenn das Gericht ein typisches „Dosenessen“ ist, gehört es zu meinen All-Time-Favorites und steht fast jede Woche, ob Sommer oder Winter, auf dem Speiseplan. In den letzten Monaten nach meiner Umstellung auf's Vegetarier-Dasein musste ich ein wenig mit den richtigen Verhältnissen und Mengen von Gewürzen rumprobieren (und teilweise waren das wirklich seltsame Geschmackserlebnisse... ). Doch jetzt habe ich es geschafft - süß-säuerlich-scharf-deftig... so wie's sein soll.

2011/05/16

Marmorkuchen mit Smarties


... oder auch: Der Kinderkuchen! 
Früher bin ich zu allerhand Geburtstagen und sonstigen Partygelegenheiten nur mit den aufwändigsten Törtchen erschienen, für dich zuvor stundenlang in der Küche gestanden hatte. Das alles kann ich mir sparen, seit ich das hier backe. Noch nie wurde mir irgendeine Art Gebäck so sehr aus den Händen gerissen – dabei ist es ein simpler Marmorkuchen mit Schokoladenguss. Ich vermute, es ist ein gewisser Nostalgiefaktor, der durch den Anblick der Smarties ausgelöst wird... die beim kauen übrigens ganz toll knuspern! Aber was auch immer sein Geheimnis sein mag, Fakt ist: Der Kuchen ist der absolute Renner!
Und wer mir jetzt noch verrät, ob eine Springform mit Loch wirklich so heißt oder einen speziellen Namen trägt, den lade ich herzlich zur nächsten Kaffeetafel ein. 

Pasta mit Linsenragout und Minz-Sauce


Seit ich dieses Gericht zum ersten Mal gekocht habe, gehört es zu meinen absoluten Leibspeisen. 
Ich habe ja eine kleine Schwäche für Joghurt, und wenn Minze auch noch eine Rolle spielt, kann das Essen meiner Meinung nach im Endeffekt nur noch toll schmecken. 
Und ja - sobald der erste Haps im Mund verschwindet und die süßen, sonnengereiften Tomaten mit den nussigen Belugalinsen zusammentrifft, umspielt von dem säuerlich-erfrischenden Joghurt, ist das wirklich ein Träumchen, ganz besonders im Sommer. 
Ich habe das Rezept - wie ich es meistens mache - leicht abgewandelt. Insbesondere die Nudelmenge habe ich reduziert, weil ich die Originalangaben pro Portion (100-125 Gramm) meist viel zu mächtig finde und mit 75 Gramm besser zurecht komme.

2011/05/14

Baileys-Muffins


Für diese Muffins habe ich mich eigentlich nur zufällig entschieden - ich musste ganz schnell noch etwas backen, das irgendwie "Pfiff" (also in dem Sinn: Alkohol) haben sollte. Da bot sich die Flasche Baileys an, die eh schon viel zu lange ihr trauriges Dasein im Kühlschrank fristete.
Wenn ich zum ersten Mal ein neues Muffin-Rezept ausprobiere, hocke ich immer angsterfüllt vor dem Ofen, weil ich Angst habe, dass es auch iiirgendeinem Grund daneben gehen könnte (Teig quillt über/ geht gar nicht auf/ verbrennt etc.), aber hier hat einfach von Anfang an alles gestimmt!
Ein ganz besonders intensives Aroma erhalten die Törtchen dadurch, dass sie nach dem backen noch mit dem Likör getränkt werden und auch die Glasur damit zubereitet wird. Top, wird bestimmt mal wieder gemacht.