2011/06/28

Oliven-Parmesan-Cracker


... die im Original (nämlich erneut der „Sommerküche“) eigentlich feurige Chili-Oliven-Cracker heißen. Da ich allerdings wenig Interesse an zu scharfen Knabbereien habe und gerade Chili eine heikle Sache ist („ups, verschüttet...“ oder „ach, da kann ruhig noch was mehr rein... so...  WASSER, WASSER!“), habe ich es gaaanz genau genommen und nur einen halben Teelöffel Chiliflocken hinzugefügt. Das finde ich aber genau richtig, weil das feine Aroma von Rosmarin, Oliven und Parmesan sonst von der Schärfe erdrückt würden.
Tjoah, und was soll ich sagen? Super einfach, super schnell, super lecker, super mürbe, super käsig! I like!

2011/06/27

Nicht-Rezept: Cake Pops


Der Schein trügt: Zwar schauen die Cake Pops hier ganz hübsch und unschuldig drein, als könnten sie kein Wässerchen trüben - und doch hat mich die Zubereitung ganz wahnsinnig gemacht. Gut, das liegt natürlich weniger an den Pops als an mir - und deswegen gibt es heute auch ein Nicht-Rezept, damit ihr - ihr alle da draußen, die irgendwann mal Cake Pops machen möchtet - nicht die selben Fehler macht wie ich, und im Endeffekt den gesamten Kram nur in den Müll treten möchtet.

2011/06/22

Birnen in scharfem Safran-Vanille-Sirup




Ich liebe eingemachtes Obst jedweder Art genau so wie Eiscreme - und da diese  Birnen als idealer Begleiter zu Vanilleeis angepriesen werden, war klar, dass ich den letzten Stauraum meines Kühlschranks mit riesigen Gläsern eingemachter Birnen zustopfen würde.
Eigentlich wollte ich genau nach Rezept vorgehen, aber kurz vor Schluss habe ich mich dann dazu entschieden, noch ein Experiment zu wagen und einen halben Teelöffel Chili hinzugefügt. Das hätte natürlich grandios schief gehen können - ist es aber nicht, hä hä. Im Gegenteil. Der Sirup selbst hat  schon einen feinen Geschmack, aber nun im Abgang auch noch eine subtile Schärfe, die ich persönlich einfach grandios finde.

2011/06/19

Schwarzwälder Kirschkuchen, portabel


Nachdem ich nun eine Woche beruflich (und schwer schuftend) in Süddeutschland unterweges gewesen bin, fühle ich mich wie vom Laster überrollt. Eigentlich möchte ich nur liegen und schlafen. Aber dann könnte ich nicht dieses wundervolle Kuchen-Rezept posten, das ich noch letzten Sonntag als Wegzehrung für die Fahrt nach Bayern ausprobiert habe und das mit wirklich total umgehauen hat. Ich hatte noch so viele frische Kirschen, die während meiner Abwesenheit nicht vergammeln sollten, also musste ich sie in eine portable Form bringen, was mir - ich will mich nicht selbst loben, aber hier muss es sein - grandios gelungen ist: Ein kräftig schokoladiger Kirschkuchen, beschwipst und nicht zu süß, der auch nach einigen Tagen noch sehr weich und saftig war. Unfassbar lecker - und sooo einfach zu machen:

2011/06/12

Rote-Bete-Salat mit Mozzarella und Walnüssen


Nachdem ja nun auch endlich ich im Besitz des wirklich sehr appetitanregenden Kochbuchs Sommerküche - voller Sonne und Aroma von Tanja Dusy bin, musste natürlich direkt irgendetwas ausprobiert werden. Nach der ganzen EHEC-Panik sollte es unbedingt etwas rohes, salatiges sein. Da kam der Kandidat hier gerade recht. Allerdings habe ich keine frische Rote Bete bekommen, deswegen musste es die vakuumisierte tun. Die kam dann auch nicht zum garen in den Ofen, sondern wurde nur kurz erwärmt. Letzteres habe ich in der Mikrowelle getan, wer keine besitzt oder benutzen möchte, weicht dann eben auf den Ofen aus. Eine weitere Änderung habe ich hinsichtlich des Essigs vorgenommen: Hier tat es (anstatt Aceto Balsamico bianco) Walnussessig. Der gammelt sonst nämlich nur vor sich hin, und hier erschien er mir endlich mal überaus passend. Außerdem werden die Walnusskerne bei mir angeröstet, natürlich - ungeröstete Nüsse schmecken ja meistens fad.
Kurz und schmerzlos mein Fazit: Der Salat war 'ne Wucht, dürfte für meinen Geschmack aber einen Tick mehr Essig vertragen. Wer sein Grünzeug also ebenso gerne wie ich in Saft ersäuft, sollte hier vielleicht einfach etwas mehr zubereiten.

2011/06/09

Polenta-Kekse mit Orange


Als ich gestern Nacht während eines wirklich heftigen Gewitters nicht schlafen konnte und mich deswegen in Kochen für Freunde müde blätterte, hat dieses Rezept sofort meine Aufmerksamkeit erregt: Kekse mit Polenta? Klang ungewöhnlich, also: Nachmachen. 
Leider hatte ich nicht mehr so viel Polenta übrig, deswegen habe ich mehr Mehl benutzt, außerdem weniger Zucker und unter eine Hälfte des Teigs Kakaopulver gerührt. Das Ergebnis: Lecker! Ratzfatz auf dem Tisch und der Maisgrieß macht die Kekse sehr, sehr knusprig. Die kleinen Körnchen werden allerdings durchs Kauen nicht weicher, wer sich daran stört, ist mit diesem Rezept also nicht gut beraten. Mir schmecken sie allerdings prima, und ich kann mich gar nicht entscheiden, ob ich die hellen oder dunkle Variante bevorzuge (wobei letztere ein weeenig wie meine geliebten Jaffa-Kekse schmecken... hmmm).

Übrigens habe ich die Plätzchen in einer veganen Variante gebacken. Warum? Weil ich der veganen Lebensweise prinzipiell zugetan bin, ab und an mal einen „veganen Monat“ einlege und weiß, dass viele Ernährungsinteressierte stets auf der Suche nach pflanzlichen Alternativen zu ümmeligen Fabrikkeksen voller tierischer Fette und Käfigeiern sind.

2011/06/06

Pakora


Ich habe eine sehr gute Freundin, deren Eltern aus Pakistan stammen, und die zu jeder Gelegenheit, ob Geburtstags-, Weihnachts- oder Abschlussfeier, immer dasselbe mitbringen muss: Pakora! Da gibt es kein Pardon, das arme Mädchen darf sich nie kreativ an Herd oder Ofen austoben, alle wollen immer nur Pakora – und kaum hat sie sie irgendwo abgestellt, sind sie schon wieder weg. Wer zu einem Buffet etwas mit 100%iger Geling- und Aufessgarantie beisteuern möchte, ist hiermit also exzellent beraten. ;-)

Pakora sind in Teig ausgebackene Gemüsestückchen indischer bzw. pakistanischer Herkunft. Welches Gemüse man nimmt, ist eigentlich relativ egal – mein Favorit ist die gute alte Kartoffel –, und auch die Gewürzmischung kann variieren. Dieses Rezept hier wurde mir von meiner Freundin überlassen, die es widerum von ihrer Mutter hat – also echt pakistanisch! – und für mich ist es das einzig wahre.


2011/06/04

Tomatensugo mit Fenchel


... my way. Derzeit koche ich mich ja durch delicious days und dachte, dass das schöne Tomatensugo mit Fenchel zu den derzeitigen Temperaturen passen könnte. Beim Lesen des Rezepts fiel mir dann auf, dass ich leider ein paar essenzielle Zutaten gar nicht vorrätig hatte. Und es war schon spät, ich hatte Hunger, mir war warm... erst wollte ich resignieren und ein Brot schmieren - aber dann kam alles anders, weil ich Nicole Stichs Worte in der Einleitung las: „Je nachdem, was mein Regal hergibt und wonach mir der Sinn steht, entscheide ich meist spontan, was in die Pfanne wandert.“ Und natürlich stimmt das. Wieso sollte mich fehlender Wodka davon abhalten, Nudelsauce zu kochen? Manchmal muss ich mir meine eigenen Grundsätze (in dem Fall: Rezept = nur Inspiration) einfach nur ins Gedächtnis rufen. Und das hat sich auch wirklich gelohnt: Eine wunderbar fruchtige Tomatensauce mit feinem Fenchelaroma, die uns ein wohliges, sommerliches Abendessen bescherte, ohne zu schwer im Magen zu liegen. Und dabei auch noch in knapp 30 Minuten zubereitet ist - perfekt!

Oah, aber Pastagerichte appetitanregend zu fotografieren ist ja wohl mal total schwierig, oder? Da muss ich mir noch was ausdenken - entweder die Sauce schmiert, die Nudeln liegen „falsch“ oder sind bekleckert, und wenn nicht sie, dann der Teller...  wie auch immer, geschmeckt hat's dennoch. Und im Endeffekt liegt ja alles doch nur ein paar Minuten auf dem Teller... :>


2011/06/03

Matcha-Kekse


... mampf... krümel... sprotz... also eigentlich bin ich gar kein Keksesser (von Weihnachten mal ganz abgesehen, aber das ist was anders), aber für diese hier war ich sofort Feuer und Flamme. Grund war wieder einmal Matcha - ich bin einfach süchtig danach, und das gebe ich auch ganz freimütig zu. Gefunden habe ich das Rezept im berühmt berüchtigten deliciousdays von Nicole Stich und ein wenig nach meinen Vorlieben und Vorräten abgewandelt: a) Zitrone statt Limette: Letztere hatte ich nämlich nicht da, deswegen musste es Zitronensaft tun - war aber vollkommen okay und gab den Keksen eine leckere, sommerliche Note! b) Dekoration: Sesam und Rohrzucker: Nicole wälzt ihre Kekse vor dem Backen in Zucker. Das habe ich bei der Hälfte des Teigs auch getan, und dann spontan bei der zweiten Hälfte auf eine Mischung aus Rohrzucker und hellem Sesam zurückgegriffen. Die Variante schmeckt mir sogar noch besser, Sesam ist eh einer meiner All-Time-Favoriten. Kann ich also nur empfehlen. c) 3 statt 2 TL Matcha: Da ich den Geschmack ja sehr mag, habe ich die Menge intuitiv erhöht. Seltsamerweise sind meine Kekse aber bei weitem nicht so grün wie das Bild im Kochbuch suggeriert. Der Geschmack kommt zwar wirklich sehr schön durch, doch die Farbe ist eher fad. Dabei verwende ich wirklich keinen schlechten Matcha. Aber: „Hauptsache, es schmeckt.“ Sprach sie, während sie sich ein paar blassgrüne Krümel aus den Mundwinkeln wischte und darüber nachdachte, ob sie nicht doch noch ein oder zwei Plätzchen essen könnte... 

2011/06/01

Rote Bete Salat mit karamellisierten Schalotten, Datteln und Feta


Also, erstens möchte ich mich für die rot-weiß-karierte Tischdecke entschuldigen, die irgendwie auf fast jedem Foto zu sehen ist. Ich werde sie wohl mal wegräumen müssen, ich kann sie selbst schon nicht mehr sehen. Und zweitens möchte ich euch eins meiner absoluten Lieblingsessen vorstellen, das ich schon vor vielen Monaten auf dem Blog Sugar and Spice entdeckt habe. Das Rezept hat sich Kirsten selbst ausgedacht und meiner Meinung einen absoluten Volltreffer gelandet. Ich liebe Rote Bete ohnehin schon, aber in Kombination mit den süßen Datteln und dem säuerlichen Feta kommt ihr Eigengeschmack ganz besonders gut zur Geltung. 
Natürlich habe ich die Zutaten auch hier wieder ein wenig abgewandelt (ich kann gar nicht 100% nach Rezept gehen, irgendwas in mir drin verbietet es), aber im Großen und Ganzen ist alles wie im Original.

Rhabarber-Sirup und Chai-Sirup


Und wenn ich schon dabei bin, über Sirup zu schreiben, schiebe ich direkt noch zwei Rezepte hinterher. 
Zum Thema Rhabarber-Sirup hat wohl mittlerweile jede/r Foodbloginteressierte genug gelesen. Es gibt ja nicht nur das eine Rezept, sondern unendlich viele Empfehlungen für die Verhältnisse von Zucker und Rhabarber, mal wird Kandis genommen, mal Kristall-, mal Rohrzucker, mal werden weitere Gewürze wie etwa Zimt oder Zitronenmelisse zugefügt, mal wird der Rhabarber geschält, dann wieder nicht und so weiter und so fort. Als ich irgendwann nicht mehr durchgeblickt habe, entschied ich mich kurzerhand für meine eigene Mischung, frei Schnauze sozusagen - und ich bin auch recht zufrieden damit. 
Rhabarber-Sirup schmeckt als erfrischendes Getränk (ca. 3 EL auf 250 ml Mineralwasser oder auch Milch), in Quarkspeisen oder z. B. auf Joghurt- oder Vanilleeiscreme.

Ein ähnliches Experiment war der Chai-Sirup. Ich trinke sehr gerne Chai Latte, möchte aber für Zuhause auf Fertigpülverchen (die ja eh fast nur aus künstlichen Aromen und übertrieben viel Zucker bestehen) verzichten. Also habe ich mich eines Abends daran gewagt, aus den „typischen“ Gewürzen einen Chai-Sirup zu kochen. Leider ist mir die erste Ladung etwas nelkenlastig geraten, deswegen habe ich im jetzt abgetippten Rezept die Menge etwas reduziert.
Chai-Sirup aromatisiert Kaffee oder Tee, ist eine tolle Sauce für Vanille- oder Nusseiscreme und macht sich auch in Milchshakes prima.