2012/06/02

Roquefort-Cracker mit schwarzem Meersalz


Vielleicht erinnert ihr euch noch daran, dass von der Pasta noch ein Rest Roquefort übriggeblieben war. Den wollte ich zwar nicht mehr verkochen – käsehassender Freund hat sich nach dem Pastagericht fast übergeben. Das war einfach ein bisschen zu viel Aroma für Jemanden, der nicht einmal zarten Maigouda verkraftet –, wegschmeißen ging aber natürlich auch nicht. Also blieb nur eine Möglichkeit: Cracker. Käsecracker sind hier nämlich ziemlich gerne gesehen (fragt nicht nach der Logik, aber Chips mit Käsegeschmack oder mit Käse knusprig überbackene Gerichte sind einfach in Ordnung... ). Und so konnte immerhin auch ich der grausigen Roquefortoptik entkommen.
Orientiert habe ich mich an meinen Oliven-Parmesan-Crackern – und ich muss sagen: Die hier sind NOCH besser, die hier sind die leckersten und würzigsten Cracker, die ich je gemacht habe. Ganz, ganz toll! Zwar eindeutig „aromatisch“, aber das passt hier irgendwie. Man könnte fast annehmen, hier seien künstliche Geschmacksverstärker im Spiel – is' aber nicht. Alles Natur.


Um die Cracker ein wenig besonders aussehen zu lassen, habe ich noch in jeden einzelnen ein wenig schwarzes Hawaiisalz gedrückt. Das Salz kam ebenfalls aus der Metro-Tüte und hat bei mir für ausgiebiges Frohlocken (und vielleicht sogar ein kleines Glückstränchen) gesorgt:  Ich liebe Salz. Ich muss immer und überall – vor allem im Ausland – Salz kaufen, sei's nur um der schönen Verpackung Willen. Mittlerweile tummeln sich in meinem Küchenschrank neben ordinärem Jodsalz auch grobes und feines Meersalz, Kräutersalz, Fleur de Sel, Zitronensalz, Rosmarinsalz, Chilisalz, Rauchsalz – und jetzt aben auch noch dieses schwarze, knusprige Hawaiisalz. Mir gefällt das sehr gut! Habt ihr auch  so komische Sammelticks?



Rezept für ca. 40 Cracker
125 g kalte Butter
2 TL Rosmarin, getrocknet
180 g Mehl
70 g Gorgonzola
ev. normales, feines Salz
ev. schwarzes Meersalz

Zubereitung
Den Backofen auf 180° (Umluft 160°) vorheizen. Den Gorgonzola zerkrümeln und mit dem Mehl vermischen. Rosmarin unterrühren. Dann die Butter in Stücke schneiden, mit in die Schüssel geben und schnell einen Mürbeteig daraus kneten. Abschmecken. Der Teig ist durch den Gorgonzola schon recht salzig, und da wir später ja auch noch ein wenig Salz als Topping benutzen, sollte man mit der Menge vorsichtig sein. Zu laff schmeckt aber auch nicht. Ich habe noch eine kleine Prise feines Salz mit an den Teig gegeben und war mit der Würze letztlich sehr zufrieden.

Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche 2-3 mm dick ausrollen und Kekse ausstechen oder schneiden.  Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Auf der mittleren Einschubleiste des Ofens ca. 20 Minuten backen, bis sie goldgelb sind und knusprige braune Ränder haben. Fertig! 
Ausgekühlt und nach ein paar Tagen in einer Blechdose schmecken sie am besten. ;)


Kommentare:

  1. Das Salz ist echt hübsch. Ich komm an Küchenkram eh nicht vorbei ;).

    LG Lena

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  2. Schwarzes Meersalz - hammer! Das will ich auch!!

    LG
    Carina

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  3. Ich liebe ja auch solche Käsecracker, habe aber glaube ich noch (fast) nie welche gebacken. Roquefort esse ich löffel- oder messerweise pur, da ist eigentlich oft welcher im Kühlschrank.

    Das Salz kenne ich nicht, wow! Das macht sich optisch natürlich klasse! Spontan fallen mir keine Sammelticks ein, aber ich frage besser nicht meine bessere Hälfte zu dem Thema (sind sicher viele!)...

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  4. danke für das leckere rezept und viele grüße

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  5. Das ist ja mal eine tolle Idee. Der bEdW hasst Käse auch (außer gaaaanz alten Parmesan oder eben in der überbackenen Variante) - in den Walnuss-Tomaten-Parmesan-Crackern jedenfalls erträgt er ihn auch ;-) Roquefort (oder auch Stilton) liebe ich sehr. Deine Cracker muss ich unbedingt ausprobieren. Ich mag solche Häppchen zum Wein oder als schnellen kleinen Zwischendrin-Snack, falls der Hunger kommt.

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  6. Hallo, soeben kommen die tollen Cracker aus dem Ofen. Es duftet verführerisch, würzig und ich kann nur sagen - leeeeeecker. Der Teig ist ganz zart und mürbe und zerfällt auf der Zunge und das Salz verleiht dem Cracker einen richtigen Knuspereffekt. Leider war gerade "nur" Pecorino im Haus aber das schmeckt auch sehr gut. Außerdem habe ich noch ein wenig gefriegetrockneten Knoblauch mit dem Rosmarin gemischt.
    Ja, so einen Sammeltick kenne ich. Mir haben es ausgefallene Gewürze und Kochbücher angetan.
    Hoffe, es ist O.K., wenn ich von Deinem Rezept auf meinem Blog berichte - natürlich mit entsprechendem Link !
    Viele Grüße, Steffi

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    1. das ist völlig in ordnung, kein ding. :>
      stelle mir das mit pecorino auch sehr lecker vor... und mit knoblauch erst, toll!
      :D

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