2012/05/26

Joghurt-Sahne-Dessert mit Rosensirup und Pistazien


Dessert mag ich eigentlich gar nicht so gerne. Ich habe nach einem meist üppigen Mahl keinerlei Bedürfnis, mir noch ein Stück Kuchen, einen Becher Tiramisu oder ähnliches einzuverleiben. Dennoch: An sich mag ich Dinge, die man im allgemeinen zum Nachtisch isst. Ich esse sie halt zwischendurch, zum Nachmittagskaffee, abends vor dem Fernseher oder auf dem Balkon.
Insofern war dieses Dessert hier – also der Abschluss des Metro-Menüs – eine Ausnahme, die ich entsprechend meiner Bedürfnisse zusammengewerkelt habe: Viel sollte es nicht sein, und schon gar nicht stopfen („Gott, nach dem Nudelgericht noch ein fettes und zuckriges Dessert? Um Himmels Willen!“), also kam eigentlich nur Joghurt in Frage. Joghurt, my eternal love.
Joghurt pur ist zum Frühstück ja vollkommen okay, als Nachtisch aber eher nichtssagend. Und hier kommt wieder die Metro-Tüte ins Spiel: Für mich die größte Herausforderung waren... Rosenblütenblätter. Mit denen wusste ich anfänglich echt nix anzufangen. Erst wollte ich sie trocknen, dann kandieren, aber dann bin ich doch auf Nummer Sicher gegangen und hab das gemacht, was immer gut geht: Sirup. Rosensirup. Und der ist köstlich! Ich bin wirklich froh, dass ich mich dafür entschieden habe. Allein die Farbe ist phänomenal, oder?


Wer aber wert darauf legt, dass sich die Schichten nicht vermischen, der sollte den Joghurt erst kurz vorm Servieren ins Glas füllen – oder eben mit einer festeren Masse (z. B. Quark) arbeiten. Mir persönlich hat das unruhige Muster aber nix gemacht. Es war lecker, leicht fruchtig und ein wenig orientalisch – äußerst passend, denn ich verabschiede mich jetzt für eine Woche nach Istanbul. Lasst's euch gutgehen. :>

Joghurt-Sahne-Dessert mit Rosensirup und Pistazien
Rezept für 2 Portionen 

Zutaten
für den Sirup
komplett nach Ulrike
Der Sirup sollte zuerst angefertigt werden und dann in Ruhe abkühlen können. Heißen Sirup wollen wir nicht im Joghurt haben, oder?
Natürlich erhält man viel mehr Sirup als eigentlich nötig wäre, aber der hier ist sehr variabel einsetzbar. Wird schon nicht schlecht. ;)

für den Joghurt
200 g Joghurt, möglichst 10% (richtig türkischer Joghurt eben)
50 g  geschlagene Sahne
1 TL Pistazienöl
1 Handvoll Pistazien
ev. Minzeblättchen zum garnieren

Zubereitung
Die Pistazien rösten und hacken. Beiseite stellen, auskühlen lassen.
Die geschlagene Sahne vorsichtig unter den Joghurt heben. Nun in Gläser schichten: Joghurt / Sirup / Joghurt / Sirup usw – mit einer Schicht Joghurt abschließen. Darauf die Pistazien verteilen, eventuell noch mit einem Minzblättchen dekorieren und servieren.

2012/05/23

Pasta mit Sommergemüse in Roquefortsauce


So, der Hauptgang im Metro-Menü. Naja. Ähm. Also: Es geht um den Roquefort, den ich mit aus der Tüte gefischt habe. Ich kann mit diesem Käse nicht umgehen. Der Anblick dieser schwarzblauen Löcher mit dem hellgrünen Flaum... wuahrrrg, da wird mir ganz anders. Aber: Ich war tapfer! Ich habe sogar – mit geschlossenen Augen – ein Stückchen pur probiert. Und ja, eigentlich schmeckt er gar nicht so übel. Sehr intensiv, süßlich-scharf. Nicht verkehrt.

Zusammen mit den ebenfalls bereitgestellten Tagliatelle, den gelben Zucchini, Kirschtomaten, Schalotten und Knoblauch machte ich daraus ein schnelles Pastagericht. Nur die grünen Pimentos  für die hätte ich mir was anderes einfallen lassen müssen. Die wurden bitter. So sehr, im dass ich sie leiderleider an den Tellerrand schieben musste. Aber davon abgesehen nicht übel, wenngleich recht simpel. Ich finde, durch das Gemüse wird die Sauce nicht so schwer. Wenn man sonst Pasta mit Käsesauce isst, isst man halt Pasta mit Käsesauce. Und die ist mir persönlich immer etwas zu fettig ist und liegt schwer im Magen.
Durch das Gemüse wird's einfach eine Nummer leichter. Ist ja auch bald Bikini-Saison, nä?

Achso. Es gab auch noch zwei Flaschen Bier. Astra. St. Pauli. Ich persönlich trinke ja am liebsten....... Altbier! (Überraschung, gell? Ich weiß, ich bin schwer zu durchschauen.) Nix geht über ein gutes Schlüssel-Alt, am liebsten frisch vom Fass. Oder halt in der Flasche, damit dann ab ans Rheinufer und die Sonne genießen... schön. Aber ich schweife ab. Astra, mal pur probiert  okay. Kann man trinken, muss man aber nicht. Habe aus Planlosigkeit spontan einen Schluck mit in die Sauce gegeben, aber damit wurde sie irgendwie zu herb. Vorher hat sie mir besser geschmeckt.
Insofern war der Hauptgang nur so lala. Aber abwarten, es kommt ja noch was.

Pasta mit Sommergemüse in Roquefortsaauce
für 2 Personen

Zutaten
180 g Pasta
2 EL Olivenöl
500 g Sommergemüse nach Wahl (z. B. Tomaten und Zucchini – aber keine Pimentos!)
1 Knoblauchzehe
2 gehackte Schalotten
50 g Roquefort
1 Schuss Milch
wenig Salz
frisch gemahlener Pfeffer

Zubereitung
Pasta nach Packungsanweisung zubereiten.
Muss ich das noch erklären? Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und das klein geschnibbelte Gemüse mit Knoblauch und Schalotten darin dünsten – aber es soll schon noch bissfest bleiben.
Roquefort in die Sauce krümeln und eventuell einen Schuss Milch hinzugeben, damit das ganze cremiger, sauciger wird.


2012/05/20

Rote-Bete-Carpaccio mit Rucola und Pistazienöl


Die Metro hat jüngst mehrere deutsche Foodblogger zum Kochen herausgefordert. Ich fand die Idee irgendwie toll und habe gerne mitgemacht. Im Klartext heißt das: Man hat mir eine vollgepackte Tüte Lebensmittel bereitgestellt, aus denen ich etwas möglichst Essbares zubereiten sollte – wobei ich natürlich weitere Produkte zufügen bzw. mehrere Gänge zubereiten durfte.

Als ich meine Tüte aufgeregt geplündert hatte, war klar: Ein Drei-Gänge-Menü muss her. Das alles hätte ich nie und nimmer in ein einzelnes Gericht verpacken können. Vor-, Haupt- und Nachspeise, ja ja, das machte mehr Sinn. Und hier ist sie auch schon: Die Vorspeise. Da in meiner Tüte u. a. Rote Bete und Pistazienöl waren, habe ich ein Rote-Bete-Carpaccio gebastelt – eine frische Vorspeise für ca. 3–4 Personen. Habe ich eigentlich schon einmal erwähnt, dass ich der größte Pistazienöl-Fan auf Erden bin? Wenn ihr keins habt, solltet ihr da schleunigst etwas gegen tun. Ich würd's am liebsten pur trinken. Es schmeckt wunderbar süß-nussig, hat eine wunderschöne Farbe und passt perfekt in die kalte Küche, vor allem zu Salaten. Aber auch einfaches, frisches Baguette zum Dippen genügt, um sich wie im  Pistazienhimmel zu fühlen. Ich habe zwar meinen Alltime-Favoriten schon gefunden (Pistazienöl von La Tourangelle), aber erstens ist es schwer zu bekommen und zweitens ziemlich teuer. Dieses Öl ist aber auch lecker, da kann man bedenkenlos investieren – wenn man denn eine Metro-Karte hat. 

So, nun aber zum Wesentlichen: Das Carpaccio – super. Richtig frisch, lecker, und durch das Pistazienöl eben was „Besonderes“. Olivenöl kann ja jeder. Dazu frischer Rucola und ein paar geröstete Pistazien...
während der Zubereitung kam mir noch der Gedanke an Parmesanhobel. Parmesan gab's leider nicht. Nur Roquefort. Aber dazu später. 
Aber auch ohne Käse war's auch optisch ein Hingucker. Zumindest, bevor man zu zweit alles auseinander gerupft hat. Massakerartige Zustände am Küchentisch. 


Leider waren nicht alle meiner Eigenkreationen so lecker. Aber dazu bald mehr.

2012/05/18

And the winner is...



Lostrommel angeworfen – and the winner is herrvielversprechend
Herzlichen Glückwunsch. 
Sie wollen sich bitte mit mir zwecks Kontaktdatenübermittlung in Verbindung setzen.

&&&: Vielen Dank euch allen für diese grandiosen, lieben Kommentare. 
Ich habe mich tierisch gefreut, war ja fast wie ein richtiger Geburtstag. 

2012/05/17

Wiederholungstat: Rhabarber-Chutney


Nach so vielen profimäßigen Fotos muss auch mal was eher durchschnittliches kommen, nech?
Aber Chutney ist auch 'n echt undankbares Modell, und dann noch dieser helle Sonnenschein... naja.

Im Moment werden deutsche Foodblogs ja von Rhabarber-Kuchen, -Cupcakes, -Marmeladen und -Kompotts überschwemmt. Eine Trendwelle, auf der ich offensichtlich nicht mitsurfe. Stattdessen gebe ich mich dem Einmachen der Stangen hin. Für mich gibt's nämlich so oder so nur einen Rhabarberkuchen – (mal wieder) den von Mama. Der kommt vom Blech, ist supersaftig und von zart-knusprigem Haselnussbaiser bedeckt. Einfach köstlich. So sehr, dass ich eigentlich gar keinen Grund dafür sehe, andere Kuchenrezepte auszuprobieren. Mal sehen, ob es mich noch packt. Wenn nicht, könnte ich ja wenigstens Mamas Rezept mal verbloggen. Hm, muss ich mir noch überlegen. Naja, und mit den Marmeladen und Kompotts ist es so... die kann ich echt nicht mehr sehen! Nee, will ich nicht mehr haben.

Aber: Eigentlich liebe ich Rhabarber. Er sieht toll aus – allein die riesigen Blätter faszinieren mich jedes Mal auf's Neue –, schmeckt lustig und wächst im Garten meiner Eltern. Letzteres gibt immer direkt Pluspunkte. Wenn man Gemüse selbst ernten kann, hat das etwas Magisches, ehrlich, da kann man sich nur direkt verlieben!

Nur: Bei mir darf er eben nicht im großmütterlichen Einmach-Gewand daherkommen. Deswegen habe ich schon im letzten Jahr erstmalig ein Chutney aus den Stangen gekocht, das sich nachhaltig in mein Hirn gebrannt hat. Chutneys sind so oder so prima. Sie sind unkompliziert in der Zubereitung und schmecken zu Grillfleisch und Tofu, aber auch zu vielen Käsesorten, zu Sandwichs, Pakora, Pommes und anderem frittierten Leckerkram. Ich habe bereits letzten Spätsommer noch ein Chutney aus gelben Pflaumen und Mirabellen und zu Weihnachten eins aus Birnen gemacht. Auch die waren lecker, keine Frage – aber an das aus Rhabarber reichten sie irgendwie nicht heran. Da auch Familie und Freunde ziemlich begeistert waren, musste ich dieses Jahr in die Großproduktion treten – also seid gewarnt: Rhabarber-Chutney verführt zur Wiederholungstat!

2012/05/13

Kein Süß – aber der 1. Geburtstag (plus Verlosung!)

Kinders, wie die Zeit vergeht. 

Ich weiß noch, wie ich gegen Ende 2010 zum ersten Mal mit einem eigenen Foodblog online ging – allerdings eher halbherzig, und deswegen wurde daraus auch nix. Letzten Mai aber wollte ich es noch einmal wissen und hab' richtig losgelegt. 
Seitdem bin ich stets mit großer Freude bei der Sache und habe tolle Menschen kennenlernen dürfen.
Meine Einstellung zu Lebensmitteln, ihrer Qualität und Herkunft hat sich noch mehr in die Richtung entwickelt, in die es ohnehin schon länger lief: Bei mir wird fast nur noch mit Obst- und Gemüsesorten aus heimischem Anbau gekocht. Klar, der Januar und Februar waren karge Monate im Kochtopf. Aber ich lebe ja noch. Und schlecht gegessen – nö, das habe ich nie. Wenn man sich zurücknimmt, weiß man die saisonalen Genüsse bedeutend mehr zu schätzen. Sag' ich jetzt mal so, ohne es direkt für die halbe Menschheit verallgemeinern zu wollen. Aber für mich (und den sehr verständnisvollen Mann des Hauses, der übrigens für die graphische Gestaltung meiner Maskottchen und Banner zuständig ist) gilt es zu 100%.

Ich bin mittlerweile seit November 2010 Vegetarierin – wow, schon anderthalb Jahre. Und immer noch nicht mangelernährt, na, wo gibt's denn sowas? Ehrlich gesagt: Ich habe zu Beginn nicht gedacht, dass ich so lange problemlos auf Fleisch verzichten würde. Umso mehr fasziniert mich, dass ich es kein bisschen vermisse. Ich wüsste mittlerweile nicht einmal mehr, was ich überhaupt damit anfangen sollte – so sehr bin ich das Kochen „ohne“ gewohnt. 
Aber: Zum Veganer werde ich in der nächsten Zeit wohl nicht, auch wenn ich verstärkt auf pflanzliche Nahrungsquellen setzen möchte. Viele meiner Rezepte sind schon jetzt relativ leicht veganisierbar, da ich kaum noch Kuhmilch oder typische Produkte zum „verfeinern“ (z. B. Frischkäse, Sahne etc.) benutze. Ich hoffe, zukünftig noch mehr vegane Rezepte vorstellen zu können.

Soviel zu mir. Aber lassen wir doch Zahlen sprechen:
Mittlerweile verfolgen den Blog 121 Leser über Google Friend Connect, 106 über bloglovin' und 53 über meine Facebook-Seite (aber die ist ja auch erst gut einen Monat alt und noch in den Baby-Schuhen...). 
Im Schnitt werden täglich zwischen 350 und 700 Seitenaufrufe verzeichnet, insgesamt sind es bisher unglaubliche 84.324 Seitenaufrufe gewesen. Das beliebteste Rezept: Snickerdoodles mit insgesamt 2.085 Seitenaufrufen. Zum Vergleich: Dahinter liegen mit groooßem Abstand die Double Chocolate Cheesecake Muffins mit 826 und die Lemon Meltaways mit 760 Seitenaufrufen. (Wer eine Erklärung für das mysteriöse Snickerdoodle-Vielklick-Phänomen hat, bitte melden!)

Bisher habe ich 103 Rezepte veröffentlicht. Das ist nicht besonders viel im Gegensatz zu dem, was andere Foodblogs so produzieren. Aber ich habe mich schon relativ schnell gegen Quantität und für Qualität entschieden. Damit will ich natürlich nicht sagen, dass Blogger mit einer höheren Post-Frequenz nur Mist fabrizieren – aber bei mir wäre es so. Und da ich euch nix unterjubeln will, was mir selbst nur mittelmäßig schmeckt, müsst ihr euch auch in Zukunft mit 1-2 Posts pro Woche begnügen. 


Ich halte ja nicht sooo unendlich viel von Gewinnspielen, aber ein Geburtstag ist ja immer ein schöner Tag und aus diesem Grund bin ich in Geberlaune.
Deswegen verlose ich ein kleines Päckchen mit einer kleinen Auswahl an selbstgemachten Schleckereien: Schoko-Crossies mit Fleur de Sel, Rhabarber-Chutney (ganz frisch gekocht), Holunderbeer-Gelee und... SNICKERDOODLES! Ich dachte mir, wenn das schon das beliebteste Rezept von allen ist, müssen die einfach mit ins Päckchen, alles andere wäre doch vollkommen bescheuert! 
Aber das wird nicht alles sein, was den Gewinner erwartet. ;)

Ohne Regeln geht so etwas aber leider nicht. Da jeder Leser die gleichen Chancen haben soll, versuche ich, es möglichst fair zu gestalten.
Also: Kommentiert unter diesem Post oder auf meiner Facebookseite. In dem Kommentar solltet ihr mir erzählen, warum ihr meinen Blog überhaupt lest, was gut und was weniger gut ist oder sonstwie euren Senf abgeben. Ich mag Senf. Falls ihr anonym kommentieren wollt, müsst ihr euren Vornamen, den ersten Buchstaben eures Nachnamens und euren Wohnort angeben. 
Das könnt ihr ab sofort tun – das Gewinnspiel läuft ab sofort bis zum nächsten Donnerstag, 17. Mai 2012, 23.59 Uhr. Den Gewinner lose ich per Zufallsgenerator aus und gebe ihn dann natürlich auf dem Blog bekannt. 

Alles Liebe und einen schönen Muttertag wünsche ich euch
Christina
xxx

2012/05/09

Der Hammer: Rhabarber-Tomaten-Ketchup


Heute ohne großes Geschwafel, lasst uns gleich Tacheles reden. Und zwar in Majuskeln.

DIESER RHABARBER-TOMATEN-KETCHUP IST DER WAHNSINN.
SCHNAPPT EUCH DIE NÄCHSTBESTEN RHABARBER-STANGEN UND MACHT, DASS IHR AN DEN HERD KOMMT!
IHR VERPASST SONST DIE BESTE SAUCE ALLER ZEITEN!
EHRLICH.
LAUFT!!!

PS: Schmeckt exakt wie die oberhammersuperleckere Sauce, die es immer zum Sauerbraten à la Mama gibt. Nur halt ohne Fleisch oder andere Tierprodukte. Genial. 

2012/05/06

Lavendel-Käsekuchen


Es gibt so Dinge, von denen hört oder liest man mal nebenbei – und dann lassen die einen nie wieder los. Ein aktuelles Beispiel aus meiner Welt: Lavendel. Als ich zum ersten Mal über ein Rezept mit diesen Blüten stolperte, fand ich die Idee höchst kurios. Ich meine: Lavendel, hallo? Da denke ich an alles mögliche: Seife, Duftsäckchen, Omas (naja, und an die wunderschönen Lavendelfelder der Provence, aber das passt jetzt nicht wirklich in diese Aufzählung, ne?) – you get the idea.
Trotz mentaler Abneigung hatte ich von nun an immer ein Auge auf Lavendelrezepte. Warum der Selbstversuch erst jetzt erfolgen konnte, lag daran, dass ich keine Blüten in Bio-Qualität bzw. diese nur zu völlig überzogenen Preisen bekommen konnte. Nun hatte ich aber zufällig einen Gewürz-Gutschein... und dann macht man sowas schon mal. Tut dem Geldbeutel dann ja nur indirekt weh. 
Kaum hatte ich die Dinger dann, wollte ich loslegen. Aber anstatt mich erst einmal an ein erprobtes Rezept zu halten, musste ich direkt mit einer Eigenkreation aufwarten: Lavendel-Käsekuchen.


Leider sind mir dabei direkt mehrere Fehler unterlaufen: Erstens habe ich – mal wieder – vergessen, die Form ordentlich einzufetten, weswegen der Kuchen unfotografierbar war. Auch der Zuckerguss war zu dünnflüssig und erinnerte eher an übermäßigen Speichelfluss (hmmm, wenig appetitanregend). Aber das größte Problem: Ich hatte mich in der Lavendelmenge vertan. Beziehungsweise den dick gedruckten Hinweis auf der Blechdose „Sparsam verwenden“ ignoriert. Ähähähä. Also: Mir hat's geschmeckt. Der Lavendelgeschmack war zwar dominant, aber gestört hat's mich nicht. Der Mann aber, der in diesem Haushalt der unangefochtene Käsekuchen-Experte und -Esser ist, mochte das nicht so gerne. 
Es fielen ziemlich viele gemeine Worte über diesen Kuchen (eines davon war „schrecklich“). Das wollte ich aber nicht auf mir sitzen lassen und griff gestern erneut zur Blechdose, um den Kuchen sowohl in optischer wie geschmacklicher zu perfektionen. Der Mann fand das zwar nicht so prima, gab mir aber noch eine Chance. Und hat's nicht bereut: Sparsam benutzt, entfaltet sich der Lavendel ganz dezent, das sich mit dem Käsekuchenaroma perfekt verträgt. Der dicke Zuckerguss aus mit wenigen Blüten parfümierter Lavendelmilch macht richtig was her – wer darauf aber lieber verzichten möchte, lässt ihn weg oder bestreicht den Kuchen mit geschmolzener weißer Schokolade.
Wenn ihr den Dreh raus habt, wisst ihr ja, wie viel Lavendel ihr mögt. Fangt am besten lieber mit wenig an und dreht die Menge im Wiederholungsfall nach oben.
Das Rezept ist eine Abwandlung des Kirsch-Käsekuchens aus dem „Kleine Kuchen“ von GU. Der ist in der letzten Zeit (ohne Kirschen aber) zu meinem Standard-Käsekuchen geworden. Total fix gemacht, lecker, cremig, nicht zu süß, genau richtig. Wer noch auf der Suche nach DEM EINEN perfekten Käsekuchen ist, der sollte es mal mit diesem Rezept versuchen – dann aber ohne Lavendel, denn das ist ja nix für jeden Tag, eher was für besondere Anlässe. Muttertag vielleicht?

2012/05/04

Post für meine Küche – nun auch bei mir!


... mit etwas Verzögerung ist  vorgestern endlich auch die Post für meine Küche angekommen. Nach vielen Tagen der bangen Erwartung, dass vielleicht doch etwas schief gegangen ist. Die Post liefert in der Regel zwar fix und zuverlässig. In der Regel. Diesmal leider nicht. Fast eine Woche hat es von der Aufgabe bis zur Überlieferung des Päckchens gebraucht – ziemlich mies, wie ich finde. Noch schlimmer allerdings, dass dadurch der Paketinhalt, den meine Tauschpartnerin Moni zusammengestellt hatte, dadurch gelitten hat. Es versteht sich von selbst, dass frische Brownies und Cake Pops fast 7 Tage in eingepferchter Dunkelheit nicht überstehen oder? Shame on you, liebe Post, shame on you. 
Dabei hat sich Moni wirklich total viel Mühe mit all ihren Kleinigkeiten gegeben; sie ganz toll verpackt und dekoriert und verziert – ein Traum von Tauschpartnerin, die Süße!
Obwohl es prinzipiell schon gereicht hätte, hat sie noch mehr als Brownie und Cake Pops für mich gemacht: Nämlich drei Sorten Bruchschokolade (Erdbeer-Marshmallow / Mandel-Mohn / Cranberry-Lavendel). Scheinbar kann sie hellsehen, denn ich liebe getrocknete Früchte genau so wie Mandeln, Mohn und – ganz neu, dafür aber ganz erheblich – Lavendel! Ich musste mich also ziemlich zurücknehmen, um noch ein Foto machen zu können, bevor ich alles aufgefuttert habe. ;) Aber auch das war noch nicht alles: Zusätzlich gab's noch ein Gläschen Brotaufstrich: Weiße Schokolade und Erdbeer. Toll – und auch hier wieder super schön verziert. Schaut euch nur dieses süße Deckchen mit den Cupcakes an!


Mir hat die ganze Aktion viel Spaß gemacht – ein kleiner Wehrmutstropfen bleibt wegen der bösen Post, aber dennoch entschädigt das liebevoll zusammengestellte Päckchen für alles. ;-)