Mein zweites Rezept aus La Tartine Gourmande – und wieder was Süßes! Gerade in dem Buch sprechen mich die zuckrigen Leckereien besonders an. Da ich aber gerade daran arbeite, weniger Zucker zu konsumieren, werden zukünftig hoffentlich eher die herzhaften Gerichte auf dem Speiseplan stehen. Sofern ich das durchhalte, versteht sich. Aber nun erstmal zu den Chocolate Tahini Cookies: Oberlecker.
Ich liebe Tahin, auch wenn es flüssiges Hüftgold ist (aber immerhin zuckerfrei...). Meiner Meinung nach geizt Béa im Original ein bisschen mit dieser Zutat. Deswegen habe ich von Anfang an einen Esslöffel mehr genommen, könnte mir sogar vorstellen, den Anteil im nächsten Schub noch weiter zu erhöhen. Außerdem habe ich stinknormales Mehl mit einem kleinen Anteil Vollkorn verwendet und musste einen Schluck Milch an den Teig geben, weil er sonst zu fest gewesen wäre. Das ist ehrlich gesagt das einzige, was mich an dem schönen Buch stört: Die Mehlsorten. Béa experimentiert mit allen möglichen Sorten und benutzt gerne mehrere in einem Rezept – natürlich je in homoöpathischen Dosen. Da bin ich ja kein Freund von. Wozu soll ich mir Hirsemehl, Amaranthmehl, Buchweizenmehl undhassenichgesehen anschaffen, wenn ich sie dann nur Esslöffelweise einsetzen kann? Und offene Mehlpackungen in der Küche? Nein, danke.
Seit im letzten Herbst eine Kolonie Lebensmittelmotten meine Küche als neues Siedlungsgebiet auserkoren hatte, bin ich bei geöffneten Packungen ziemlich empfindlich. Ich horte so wenig wie möglich an Trockenfrüchten und Getreide und verpacke – nur für den Fall der Fälle – alles sofort luftdicht in Glas- oder Tupperbehälter, damit ein befallenes Produkt die anderen Vorräte nicht „ansteckt“.
Das ist jetzt aber doch etwas unappetitlich für einen Foodblog, oder? Am besten vergesst ihr das alles ganz schnell und saust in die Küche, um die Chocolate Tahini Cookies selbst auszuprobieren.
Chocolate Tahini Cookies
ergibt ca. 16 große Cookies
Zutaten
80g weiche Butter
100g Rohrzucker
50 g Sesampaste (Tahin)
Mark von 1 Vanilleschote
1 Ei
125 g Weizenmehl
45 g Stärke
25 g Vollkornmehl
1/4 TL Fleur de sel
1/2 TL Backpulver
100g dunkle Schokolade (70% Kakao), grob gehackt
nach Belieben: 100 g Walnüsse, Erdnüsse und / oder Sesam
Zubereitung
Den Ofen auf 190 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Zwei
Backbleche mit Backpapier auslegen. In der Schüssel einer Küchenmaschine oder
mit dem Handmixer Butter, Zucker und Sesampaste verrühren, bis die Masse cremig
ist. Ei und Vanillemark unterrühren. In einer zweiten Schüssel Mehl, Fleur de Sel und Natron vermischen. Zu der
Butter-Mischung hinzufügen und nur kurz miteinander verühren. Anschließend mit
einem Kochlöffel o. ä. Schokolade (und Nüsse) unterheben.
Esslöffelweise den Teig auf das Backblech setzen. Ein wenig Platz zwischen den
Cookies lassen, da sie beim Backen leicht verlaufen. Das erste Backblech in den
Ofen schieben und ca. 10 Minuten backen. Achtung: Die Kekse sollten nicht zu braun werden – mit der richtigen Backzeit erhält man sich diesen leicht „chewigen“ Kern.
Anschließend aus dem Ofen nehmen, die Kekse vom
Blech lösen und zum Abkühlen auf ein Kuchengitter geben. Mit dem zweiten Blech ebenso
verfahren.
Quelle
Beatrice Peltre:
La Tartine Gourmande: Recipes for an Inspired Life